Angesichts der internationalen Finanzkrise hat sich der Münchner Erzbischof Reinhard Marx für eine Ordnungspolitik auf Weltebene auch für Finanzmärkte ausgesprochen. Diesen Vorschlag kenne die katholische Soziallehre seit langem, sagte Marx unlängst in Paris. Nur so könnten mehr Gerechtigkeit, Transparenz und Verantwortlichkeit geschaffen werden. Es sei richtig, wenn die EU-Regierungen alles unternehmen würden, um die Vertrauenskrise zu beheben. Die Tragfähigkeit des europäischen Sozialmodells müsse „unter Beweis gestellt werden, damit aus der Finanzkrise keine politische und soziale Krise wird“, so Marx.