Im Frühsommer 2008 hat der leidenschaftliche Motorradfahrer und Propst des Stiftes Reichersberg, Werner Thanecker, eine besondere Pilgerfahrt unter-nommen: Auf einer Touring-Maschine hat er die Klöster entlang des Inn besucht.
Von seinem Quellgebiet am Maloja-Pass in der Schweiz über Tirol und Bayern bis zur Mündung nach Passau ist Propst Thaneckerr dem rund 520 Kilometer langen Wasserlauf des Inn gefolgt. Faszinierende Fluss-Kultur- und Glaubenslandschaften eröffneten sich dem Klostervorsteher, vor allem aber ist sein Weg gesäumt von interessanten Begegnungen mit Ordensleuten. Das Bayerische Fernsehen hat die Pilgerreise des Propstes in dem Vierteiler „Klosterreisen“ festgehalten.
Von Kloster zu Kloster. In Österreich wenig bekannt ist das Schweizer Benediktinerinnen-Kloster Müstair. Nach einer Wanderung beim Inn-Ursprung nimmt dort Propst Thanecker seinen Motorradhelm ab und läutet an der Klosterpforte. Die Kirche von Müstair und deren Wandmalereien sind Zeugen einer christlichen Hochblüte zur Zeit Kaiser Karls des Großen gegen Ende des 8. Jahrhunderts. Die Klosteranlage zählt zum Unesco-Kulturerbe. In Tarasp im protestantischen Unterengadin besucht der Propst den Kapuzinermönch Theodosius, der in der Diaspora lebt. Einblick in ihre Arbeit mit demenzkranken Menschen geben die Barmherzigen Schwestern von Ried im Oberen Inntal. Das Einfühlungsvermögen, mit dem Schwestern und Personal den Patienten begegnen, ist bewundernswert, ebenso die Art, wie Propst Thanecker sich in dem Haus bewegt und den Fernsehzuseher/innen eine Vorstellung von dem nicht einfachen Alltag der betagten Menschen gibt.
Daheim in Reichersberg. Weiters macht der Ordensmann aus Reichersberg in den Klöstern Stams, Wilten und St. Georgenberg-Viecht Station, die nicht nur die Landschaft, sondern auch das religiöse Leben der Diözese Innsbruck prägen. Reges klösterlichens Leben herrscht auch auf der bayerischen Seite des Inns. Bei den Dominikanerinnen von Altenhohenau (Landkreis Rosenheim) wird der Propst zum angeblich besten Klosterschweinsbraten eingeladen. Über Altötting und Passau kehrt er in sein Kloster Reichersberg heim.
Zu sehen im BR. Über fünf Wochen zogen sich die Dreharbeiten, und insgesamt 4000 Kilometer war Propst Thanecker dafür auf seinem Motorrad unterwegs: „Es war eine Zeit voller interessanter Begegnungen“ resümiert er. Von 17. bis 20. November (Beginn 17 Uhr, Bayerisches Fernsehen) lässt er an seinen Begegnungen, Gesprächen und Entdeckungen Anteil nehmen.