Ausgabe: 2008/45, Stenogramm, ethische Sparbücher, Plassnik, Widerstand gegen Anitsemitismus,
05.11.2008
- Verurteilt. Die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik hat die Christenverfolgung in der nordirakischen Region rund um Mossul scharf verurteilt. Nach Angaben der UNO sind nach gewalttätigen Übergriffen in den vergangenen zwei Wochen 13.000 Christen aus Mossul geflohen. Plassnik forderte die irakische Regierung auf, den auf Betreiben der EU in die Verfassung aufgenommenen Schutz der religiösen Minderheiten auch durchzusetzen.
- Nie wieder. Die Hauptveranstaltung der evangelischen Kirchen Österreichs zum Reformationstag stand heuer im Zeichen des Widerstands gegen jede Form des Antisemitismus und Rassismus. Superintendent Thomas Hennefeld erinnerte an das Naheverhältnis vieler Evangelischer in Österreich zum Nationalsozialismus. Der bayrische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hielt in seinem Festvortrag fest, dass „nie wieder Juden diskriminiert werden dürfen“. Bei der Festveranstaltung wurde aber auch des evangelischen Widerstandskämpfers Oberstleutnant Robert Bernardis gedacht, der in der Stauffenberg-Gruppe tätig war und von den Nazis hingerichtet wurde.
- Ethische Sparbücher. Anlässlich des Weltspartages kritisierte die Katholische Sozialakademie, dass keine der zehn führenden Banken Österreichs ihren Kunden Sparbücher anbietet, die eine ethisch orientierte Verwendung der Spareinlagen garantieren. Gerade die Finanzkrise „muss dazu führen, dass der gesamte Bankensektor ethisch ausgerichtet wird“, fordert KSÖ-Chef Markus Schlagnitweit.