„Wir wollen sehr wohl, dass das Zeichen unserer Erlösung, das Kreuz, in den öffentlichen Räumen sichtbar ist“, betonte Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz vor dem Pastoralrat zur aktuellen Debatte um die Pflicht, ob Kreuze in Kinderbetreuungseinrichtungen angebracht sein müssen. Zurückhaltend äußerte er sich jedoch zum Vorschlag von Landesrat Sigl (ÖVP), den Linzer öffentlichen Kindergärten wegen der dort fehlenden Kreuze Subventionen zu streichen. Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) hatte am Wochenende angekündigt, er werde beim Verfassungsgerichtshof prüfen lassen, ob das oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz verfassungskonform wäre.
Jugend fordert Toleranz. „Toleranz statt Ignoranz“ fordern die katholische, evangelische und muslimische Jugend Oberösterreichs in einer gemeinsamen Erklärung. Religion betreffe den ganzen Menschen. Die Schule solle alle Ebenen ansprechen.„Wir sprechen uns dafür aus, Religion nicht aus dem Schulalltag zu verbannen, sondern dass die Schule ein Ort ist, wo Gespräch und Begegnung stattfinden und die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit ernst genommen werden“, heißt es in der Erklärung vom 10. November. „Wenn man Religiosität ausblendet, wird der Mensch in seinem religiösen Bekenntnis nicht ernst genommen und es fehlt die Plattform für einen wertschätzenden Dialog.“ Symbole könnten ein Ansatzpunkt für Diskussionen sein. Stefanie Boxrucker, die Vorsitzende der Katholischen Jugend Oberösterreich, verweist auf die gute Zusammenarbeit sowohl mit der evangelischen als auch mit der muslimischen Jugend in Oberösterreich. Gemeinsam arbeite man an Visionen des Zusammenlebens.