In den vergangenen Tagen waren die Medien voll mit langen Listen von Problemen, die auf den neuen US-Präsidenten Barack Obama warten. Und dahinter die Frage: Wie lange wird es wohl dauern, bis der Staub der Ebenen des Alltags den Glanz des neuen Sterns am Polithimmel überdecken wird? Natürlich sind ein charismatischer Wahlkampf und die Mühen des Regierens zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber wenn es Obama gelingt, seine Ansage „Yes, we can“ (Ja, wir können es) wahrzumachen und die Menschen zu gewinnen, am notwendigen Wandel aktiv mitzuarbeiten, dann könnte viel gelingen. „Yes, I can!“ sang vor wenigen Tagen die JazzIkone Diana Reeves in Salzburg als Antwort auf Obamas Ein-ladung. „Yes, I can“ – wenn viele das sagen, wie viel könnte das verändern – auch bei uns.
Hans Baumgartner
Weltreligionen ohne Christentum
Die Beschäftigung mit den Weltreligionen ist mehr als ein Boom. Das Interesse für andere Religionen ist ein Beitrag zum Verständnis der „Einen Welt“. Und natürlich übt das Fremde seinen Reiz aus: wenn Millionen Hindus an den Ganges strömen, der Dalai Lama kraft seiner Persönlichkeit den Buddhismus interessant macht. Nicht zu vergessen Islam und Judentum. Dass eine Erwachsenenbildungseinrichtung wie der Wissensturm/Volkshochschule Linz das Thema „Religionen der Welt“ in einer hochkarätig besetzten Vortragsreihe aufgreift, ist sehr zu begrüßen. Schade nur, dass die Weltreligion „Christentum“ in dieser Reihe keinen Platz gefunden hat.