Es war das erste Mal, dass Katholiken und Lutheraner auf dieser Ebene gemeinsam den Reformationstag begangen haben: Gemeinsam mit dem Präsidenten des Lutherischen Weltbundes, Bischof Munib Younan, und dem Generalsekretär Martin Junge feierte Papst Franziskus am Montag im schwedischen Lund einen Gottesdienst. Danach fuhr man gemeinsam zu einer ökumenischen Großveranstaltung ins Stadion von Malmö. Das Motto lautete: „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“. Im Vorfeld hatte es Hoffnungen auf eine Annäherung der Kirchen beim Abendmahl gegeben (bezeichnenderweise heißt „Gemeinschaft“ im Englischen „communion“). Diese waren auch von Vertretern des Einheitsrates im Vatikan genährt worden. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war die ökumenische Feier in Lund noch nicht abgeschlossen. Papst Franziskus sollte am 1. November die Allerheiligenmesse in Malmö feiern, bevor er nach Rom zurückkehrt.