Der Vatikan fordert die Staaten energisch zum Schutz von Migranten und Flüchtlingen auf
Ausgabe: 2009/04, Respekt, Migranten, Vatikan, Flüchtlinge, Welttag der Migranten und Flüchtlinge, Papst Benedikt, Agostino Marchetto
21.01.2009
Am 18. Jänner wurde der 95. kirchliche „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ begangen. Dieser Tag wurde erstmalig 1914 vom damaligen Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges ausgerufen und erinnert heute an die dramatische Situation der rund 200 Millionen Flüchtlinge weltweit. Papst Benedikt XVI. hat am vergangenen Sonntag zu einem respektvollen Umgang mit Migranten und Flüchtlingen aufgerufen. Ihre mitunter schwierige und dramatische Situation müsse in einem konstruktiven Dialog geklärt werden, sagte er. Die christliche Gemeinschaft müsse ein Augenmerk auf jede Person und jede Familie haben, betonte der Papst. Die Kirche trete für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Religionen ein, so Benedikt XVI. Er rief dazu auf, die Migration als Gelegenheit zur Begegnung von Zivilisationen und Menschen zu verstehen und zu nutzen und solidarisch zu sein. Der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Migrantenseelsorge, Erzbischof Agostino Marchetto, forderte mit Blick auf die dramatische Situation der „Bootsflüchtlinge“ in Griechenland, Italien, Malta und Spanien, dass Staaten, die Flüchtlinge aufnehmen, von der internationalen Gemeinschaft nicht alleine gelassen werden dürften.