Gerste ist neben dem Weizen eines der ältesten Getreide, es wurde auch „das Getreide der Denker“ genannt. Die Kieselsäure in der Gerste hat kräftigende Wirkung auf die Bänder, das Bindegewebssystem, auf Magen, Darm, Bronchien und die Lunge. Allgemein werden alle Schleimhäute positiv beeinflusst, egal, wo sie sich in unserem Körper befinden. Ich denke da auch an die Gebärmutter. Schon unsere Vorfahren waren auf die Schleimhäute sehr bedacht und verwendeten Gerste im täglichen Leben. Sogar als Hauptspeise und zum Frühstück wurde die früher so beliebte und heute fast vergessene Gerstensuppe gegessen. Es lohnt sich, sowohl sie als auch die Haferschleimsuppe wiederzuentdecken. Buchweizen, Hirse und Leinsamen schätze ich ebenfalls sehr.
Rezept: Gerstenlauchsuppe: Zutaten: 250 g Lauch, 30 g feiner Gerstenschrot, 2 EL Butter oder Öl, _ Zitrone, Schlagobers, Gewürze nach Wahl (z.B. Petersilie, Ysop).
Zubereitung: Lauch mit Butter oder Öl anrösten. Gerstenschrot dazugeben, etwas anrösten und mit 1 Liter Wasser aufgießen. Zitronensaft hinzufügen, dann Gewürze wie Petersilie oder Ysop. Schließlich mit Schlagobers verfeinern.
In meiner Kindheit war bei uns das so genannte Hawermüsli sehr beliebt. Mein Vater war ein Experte im Zubereiten. Es ist ganz einfach.Zutaten und Zubereitung: Haferflocken mit Milch oder Joghurt anrühren. Trockenfrüchte, Nüsse, Kokosflocken, Zimt oder Kakao dazugeben – fertig ist das schnell Kraft gebende Gericht.