Die Zahl der Franzosen ohne ausreichenden Wohnraum ist laut einer Studie binnen eines Jahres um 300.000 auf 3,5 Millionen gestiegen. Die französische „Abbé Pierre-Stiftung“ meldete kürzlich, in Frankreich fehlten zwischen 800.000 und 900.000 Wohnungen. Am meisten davon betroffen seien die über 65-Jährigen. Ihre prekäre Wohnungssituation werde oft durch niedrige Renten verstärkt. 600.000 Senioren erhielten nur eine Rente von 628 Euro monatlich. Sie leben damit unter der Armutsgrenze, die in Frankreich bei 752 Euro liegt. Die Stiftung beklagt, dass die Wohnungsnot die sozialen Spannungen vor allem in den Vorstädten verstärke.