Der Erzbischof aus Akka/Galiläa, Elias Chacour, warnt
Ausgabe: 2009/08, Reise, Israel, Akka, Galiläa, Elias Chacour, Benedikt XVI., Johannes Paul II.,
18.02.2009
Vor politischen Problemen bei der Papstreise ins Heilige Land hat der griechisch-katholische Erzbischof aus Galiläa, Elias Chacour, gewarnt. Jedes Wort und jede Geste des Papstes werde politisch interpretiert werden, so Chacour unlängst bei einem Aufenthalt in Berlin Die Bedingungen für die im Mai geplante Reise seien für Benedikt XVI. schwieriger als für seinen Vorgänger Johannes Paul II., der im Jahr 2000 bei seiner Reise ins Heilige Land keinen Fehler gemacht habe. Die deutsche Herkunft des Papstes werde ebenso eine Rolle spielen wie die Regensburger Rede, die eine Welle der Kritik unter Muslimen ausgelöst hatte. Als problematisch schätzt Chacour auch einzelne Termine und Orte der geplanten Reise ein. Offen sei noch, ob der Papst nach Gaza reisen könne. Mit einer solchen Geste, die angesichts der dortigen Leidensgeschichte angebracht wäre, würde andererseits die radikal-islamische Hamas aufgewertet.