In Simbabwe hat sich die Cholera weiter ausgebreitet. Um die Epidemie zu stoppen, benötige man dringend Medikamente und sauberes Trinkwasser, so Diakonie-Direktor Michael Chalupka. Nach Angaben von lokalen Partnerorganisationen der evangelischen Diakonie seien neun von zehn Menschen in Simbabwe arbeitslos geworden; das führe in Verbindung mit einer Rekordinflation von jährlich hunderten Millionen Prozent dazu, dass sich die Leute kaum noch Nahrungsmittel leisten könnten. Die Hilfsorganisationen verteilen Lebensmittel und Saatgut, um das Überleben der Menschen zu sichern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind seit August 2008 mehr als 65.000 Menschen an Cholera erkrankt, rund 3300 sind daran gestorben. Vor allem die ländlichen Gegenden Simbabwes sind von der Seuche betroffen. Cholera wird u. a. durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen und führt unbehandelt rasch zum Tod. Eine Impfung ist möglich. Die mangelhafte ärztliche Versorgung in Simbabwe und das schlechte Abwassersystem tragen zur Ausbreitung der Krankheit bei.