Auch wenn der Kirche das ausgelassene Treiben vor der Fastenzeit nicht immer gefällt – toleriert hat sie es seit jeher.
Wo das Wort „Karneval“ herkommt, dafür gibt es zumindest zwei ähnliche Erklärungen: Es könnte vom lateinischen „carne vale“ (in etwa: „dem Fleisch Lebewohl sagen“) oder von „carnislevamen“ (“Fleischwegnahme”) kommen. “Fasching” kommt vom mittelhochdeutschen “vaschang”, was auf die Ausschank von Wein hinweisen könnte.
Freiwilliger Verzicht. Warum die Kirche seit jeher die ausgelassenen Tage vor der Fastenzeit toleriert hat, weiß niemand genau. Vielleicht liegt es daran, dass Menschen eher bereit sind, sich Verzicht verordnen zu lassen, wenn sie vorher ausgiebig gefeiert haben. Nicht umsonst gehören Diät-Vorschläge in Zeitschriften nach Weihnachten zum Pflichtprogramm. Und der Fasching hilft auch, die Sehnsucht nach dem Frühling kruz zu vergessen.
Krapfenzeit. Im Fasching lassen alle die Sau raus, wie es so schön heißt. Und früher galt das für Fleischhauer wörtlich. Sie machten bis Ostern kein Geschäft mit Fleisch. Dass Krapfen das Grundnahrungsmittel im Fasching sind, kommt auch daher, dass die Schmalztöpfe möglichst geleert werden sollten.
Lachen verbindet. Wer bereit ist, zu lachen, lebt gesünder. Nicht umsonst gibt es die „Lachtherapie“, die zum Beispiel chronisch Kranken helfen kann. Die „Clowndoktoren“ in den Krankenhäusern bringen Patient/innen zum Lachen und werden als Helfer beim Heilen ernst genommen. Das Gehirn schüttet beim Lachen heilende Glückshormone aus. Menschen können nur ein Gefühl empfinden, und wer lacht, spürt zum Beispiel Schmerzen nicht. Es kann also nur nützen, sich hin und wieder im Lachen zu üben und es zuzulassen. Lachen ist auch eine gute Übung, das Selbstbewusstsein zu stärken. Wer das lernt, wird kaum von anderen ausgelacht. Lachen verbindet Menschen. Und sollte auch in derübrigen Zeit des Jahres seinen Platz haben.