Nach einem Worm up machen wir uns mit Zack&Pack auf zum Sushizock im Gockelwok. Da es manchmal wie verhext zugeht, fragen wir: „Wer war’s?“ – Vielleicht Bürger, Baumeister und Co!
Jährlich kommen im deutschen Sprachraum bis zu 700 neue Brettspiele auf den Markt. Viele sind Sternschnuppen. Einige bleiben zumindest eine Zeitlang Fixsterne. Ein paar dieser Stars unter den Spielen stellen wir hier vor.
Kurzweil. Zum Aufwärmen spielen wir „Worm up“. Wir schieben unsere aus sieben losen Segmenten bestehenden Würmer Richtung Ziel. Dabei bewegen wir die Wurmteile mit Zahlenplättchen. Wer sich für ein Plättchen entschieden hat, das niemand anderer ausgewählt hat, darf den Zug ausführen und manchmal sogar die Ziellinie verändern, den anderen das Ziel vor der Nase verrücken. So aufgewärmt beladen wir bei „Zack&Pack“ Lkws. Bei der Vergabe der Transporter ist eine schnelle Auffassungsgabe gefragt. Beim Beladen mit Holzteilen in unterschiedlichen Längen geht es dann um das Verständnis für ein geschicktes Nutzen der Ladefläche.
Zicke Zacke Zocke. Nach dem Tüfteln wird’s wieder lockerer: Aus der „Zicke Zacke“-Spieleküche (Zoch) kommt der „Sushizock im Gockelwok“, wobei mit Plättchen und Würfeln um Sushis gezockt wird. Wer zu wenig negative Gräten-Plättchen einheimst, dem werden Gourmet-Punkte abgezockt, nein abgezogen. Nach diesem Zocken stärken wir uns mit Zaubertränken aus der Ravensburger Hexenküche (alea). Es ist aber „wie verhext“, die nötigen Zutaten erwirbt man über Rollenkarten, doch andere haben oft die gleiche Karte ... Wer bekommt den Zuschlag, könnte man bei diesem zum Spiel des Jahres nominiert gewesenen Spiel fragen. „Wer war’s?“, lautet dagegen die Frage beim Spiel des Jahres 2008. Es verknüpft Elektronik und Brettspiel zu einer Märchengeschichte, bei der die Spieler mit Tieren sprechen. Das Spiel hat eine begeisterte Fangemeinde, wie man in Internet-Foren nachlesen kann. Aber es gibt auch andere – und dazu gehört unsere Spielrunde – die mit den Regeln und der Blechstimme aus der Schatzkiste nicht gut zurechtkommt. Nach dem Hinhören auf elektronische Stimmen von Fee, Zauberer, Geist, Katze und anderen Tieren hören wir wieder auf unsere Stimmen und bauen umsichtig Frankfurt im 19. Jahrhundet auf – als Bürger, Baumeister und Co!
- Worm up, Verlag Abacus Spiele, Autor Alex Randolph, für 3 bis 5 Spieler ab 7 Jahren, Spieldauer 15 bis 20 Minuten, Preis ca. Euro 11,–.
- Zack&Pack, Kosmos, Bernd Eisenstein, 3 bis 5 Spieler ab 10, 30 Minuten, Euro 23,–.
- Sushizock im Gockelwok, Zoch, Reiner Knizia, 2 bis 5 Spieler ab 8, 20 Minuten, Euro 10,–.
- Wie verhext!, Ravensburger – alea, Andreas Pelikan, 3 bis 5 Spieler ab 9, bis zu 60 Minuten, Euro 17,–.
- Wer war’s?, Ravensburger, Reiner Knizia, 2 bis 4 Spieler ab 6, 45 Minuten, Euro 33,–.
- Bürger, Baumeister und Co, Abacus, Michael Schacht, 2 bis 4 Spieler ab 8, 45 Minuten, Euro 25,–.