Für einen gemeinsamen Weg in der Kirche - Fasten und Beten
Einladung, sich der „Initiative für eine respektvolle Konfliktaustragung“ anzuschließen
Ausgabe: 2009/15, Leserbriefe, Beten und Fasten, Initiative, Klagemauer, Windhaag bei Perg, PfarrerJosef Michal, Michal, Konflikt, Konfliktaustragung, Respekt
04.03.2009
- Josef Wallner
V.l.n.r.: Die Initiative wurde ins Leben gerufen von Pfarrer Josef Michal (Windhaag und Rechberg), Regionaldiakon Carlo Neuhuber, Elisabeth Seidlmann, Pastoralassistentin in Sattledt und Regionsassistentin der Kath. Jugend, Krankenhausseelsorger Gerhard Lehrner und der Marienschwester Huberta Rohrmoser (nicht im Bild).
Im Für und Wider um die Ernennung von Pfarrer Gerhard Wagner als Weihbischof sind viele Christ/innen erschrocken, wie wenig im Reden übereinander vom Geist Jesu zu spüren war. Die Fastenzeit soll nun dazu dienen, in den Konflikten den Blick auf Christus zu richten, schlägt ein Komitee vor.
In der Diözese und der Kirche gibt es unterschiedliche Gruppen. „Im Fasten und Beten kann uns Gott berühren, sodass ein Verstehen zwischen Standpunkten möglich wird, die sonst unverbunden und nicht selten begleitet von Verdächtigungen und Streit nebeneinander stehen bleiben“, betont die Gruppe, die die Initiative „Fasten und Beten für den gemeinsamen Weg in unserer Kirche“ angestoßen hat: „Wenn in einem ehrlichen Suchen nach Wahrheit auf verschiedenste Fragen keine gemeinsame Antwort gefunden werden kann, ist es trotzdem wichtig, in der Liebe zu bleiben.“ Wie die Konflikte ausgetragen werden, davon hängt ab, ob Misstrauen oder Vertrauen gefördert werden.
Die drei Schritte. Als konkreten Schritt, „um in der Liebe zu bleiben“, lädt das Proponentenkomitee ein, sich der Initiative „Fasten und Beten“ anzuschließen. Wer mitmacht, nimmt sich drei Schritte vor:
– Ich faste an jedem Freitag in der Fastenzeit: bei Wasser und Brot, bei Suppe und Brot oder ich esse weniger, sodass ich zumindest ein wenig den Hunger spüre.
– Ich übe das „Zungenfasten“: Ich achte bewusst darauf, wie ich über andere denke und rede.
– Ich halte eine Gebetszeit. Ein Vorschlag findet sich auf www.kirchenzeitung.at. Das Gebet soll eine Klammer sein, die alle Beteiligten verbindet. Aus dem persönlichen Gebet können auch Gebetsgemeinschaften werden.
Einladung zum Mitmachen
Alle, die bekunden wollen, dass sie bei dieser Initiative mitmachen, können sich per Mail oder schriftlich bei der KirchenZeitung melden.
Auf der Homepage der KirchenZeitung (www.kirchenzeitung.at) wird Ihre Unterstützung bekannt gemacht.
Sie können uns auch Erfahrungen und Anregungen mitteilen.
Das persönliche Gebet kann auch seinen Ausdruck in der Gemeinschaft oder in der Kirche finden wie in Windhaag bei Perg: Auf einer Klagemauer (im Bild mit Pfarrer Josef Michal) finden die Sorgen und Ängste Platz, bei einer Brunnendarstellung – ebenfalls in der Kirche von Windhaag – das, was Kraft und Hoffnung gibt.