Ausgabe: 2009/10, Amazonien, Bischof Kräutler, Bern, Dom Erwin Kräutler, Fastenopfer, Brot für alle
04.03.2009
Kein Baum darf im Amazonasgebiet gefällt werden, ohne dass ein neuer gepflanzt wird, forderte der austro-brasilianische Bischof Dom Erwin Kräutler bei einem ökumeni–schen Gottesdienst in Bern. Anlass war die seit 40 Jahren bestehende Zusammenarbeit der Schweizer Hilfswerke „Fastenopfer“ (katholisch) und „Brot für alle“ (reformiert). Ein Fünftel des Amazonas-Urwaldes sei bereits zerstört, ein weiteres Fünftel ist in argem Zustand, sagte Bischof Kräutler. Die Wiederaufforstung müsse garantiert werden, denn es gehe auch um die Auswirkungen auf das Weltklima. Die Kirchen hätten natürlich nicht den Auftrag, als Umweltpolizei aktiv zu werden. Ihre Aufgabe sei es aber, die Menschen zu sensibilisieren – auch für die Verantwortung für die kommenden Generationen. In den letzten Jahren habe es Fortschritte gegeben. Vor 20 Jahren sei der Schutz Amazoniens überhaupt kein Thema gewesen, sagte Kräutler: „Heute gehen die Leute auf die Barrikaden und wehren sich.“ Es gebe zahlreiche Basisorganisationen, die gemeinsam mit der Kirche für den Erhalt des Lebensraumes im Amazonasgebiet kämpfen.