Bischof Dr. Ludwig Schwarz: \"Die Kirche hat Zukunft in dem Maße, in dem sie den gekreuzigten und auferstandenen Christus als ihren Herrn annimmt\".
Der Herr hat seine Kirche als sichtbare Gemeinschaft gegründet. Auch deshalb ist die sonntägliche Versammlung zur Eucharistiefeier so wichtig.
Auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus wird das kirchenstiftende Wort Christi Wirklichkeit: Wo zwei oder mehr in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Die Emmausjünger wandern zu zweit los und kommen zu dritt an. Wenn wir also in seinem Namen unterwegs sind, dann ist der Herr als Dritter zugegen!
Unsere Pfarrgemeinden sind für die Christusbegegnung von grundlegender Bedeutung. Die Kirche hat Zukunft in dem Maße, in dem sie den gekreuzigten und auferstandenen Christus als ihren Herrn annimmt, indem sie von Maria gelernt hat, in den Familien und Pfarrgemeinden auf Gottes Wort zu horchen und ihm zu gehorchen. Wo aber nicht Christus und sein Geist in der Kirche das letzte Wort haben, sondern menschliche Klugheit und Selbstbehauptung, dort reduziert sich kirchliches Leben vielfach auf kommunikative Technik oder geselliges Beisammensein ohne geistliche Fruchtbarkeit.
Gewiss muss die Kirche ein gut strukturierter und wirksamer Organismus sein, um aktiv das Heil Gottes vor der Welt bezeugen zu können. Aber sie muss zuerst und vor allem vom Geist Christi beseelt und verwandelt werden. Er ist es, der das Angesicht der Erde erneuert.