Spielräume, Beeteinfassungen oder Rückzugsbereiche – Weide ist für viele Aufgaben das geeignete Material.
Ein Weidenbau wird zum Blickfang im Garten und zum Lebensraum für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere.
Das Material. Am besten verwendbar sind die Ruten, wenn sie noch keine Blätter haben. Dann wieder im Herbst, wenn die Blätter großteils abgefallen sind. Weiden wurzeln schnell und treiben rasch aus. An den meisten Ufern von Gewässern oder auf Feuchtwiesen wachsen Weidensträucher. Natürlich sollte bei den Grundeigentümern nachgefragt werden, ob Ruten abgeschnitten werden dürfen. Strauchförmige Weiden sind am besten geeignet. Die Ruten sollen möglichst gerade sein und wenig verzweigt. Eine glatte Rinde verspricht einen guten Austrieb. Dickere Triebe eignen sich für Zäune und als Stützen, ein- bis zweijährige Triebe sind etwa fingerdick und können besser geflochten werden. Die Ruten werden mit einer scharfen Säge knapp über dem Boden abgeschnitten. Das Material sollte rasch verarbeitet werden. Wenn die Weiden austrocknen, treiben sie nicht mehr aus.
Der Bau. Als Erstes wird der Grundriss markiert – mit Sand oder einer Schnur. Die Ruten sollen mit den Knospen nach oben bis zu 40 cm im Boden stecken. Zum Schluss müssen die Äste ordentlich eingeschlämmt (stark begossen) werden. Wer in den ersten Wochen gießt, wird mit schnellerem Wuchs belohnt.
Pflege. Weiden lieben es feucht. Bei trockenem Standort muss im Sommer gegossen werden. Nachwachsende Zweige können in das Bauwerk eingeflochten oder zurückgeschnitten werden. Kahle Stellen können leicht mit frischen Zweigen ausgebessert werden. - Ein Infoblatt über Weidenbau gibt es bei der Umweltberatung, Tel. 01/803 32 32, Homepage: www.umweltberatung.at