Die beiden Künstler Herbert Christian Stöger und Walter Gschwandtner haben sich aus künstlerischer Perspektive dem Thema „Die sieben Todsünden“ genähert.
Anstoß dafür war die Beobachtung, dass in den letzten Jahren die Begriffe der Todsünden immer wieder in diversen Werbebotschaften auftauchten. Etwa bei der Namensgebung von Eis oder dem Slogan „Geiz ist geil“. Diese dem ursprünglichen Sinn zuwiderlaufende und gleichzeitig verherrlichende Verwendung von Begriffen, die nach gängigen Moralvorstellungen „Böses“ benennen, war Anregung für die Auseinandersetzung mit diesem Thema. „Die Beschäftigung mit den Begriffen und ihren Inhalten ließen Bilder im Kopf entstehen, die ich in Formen komprimierte“, erzählt Gschwandtner und erklärt weiter: „Begriffe lösen nicht nur Assoziationen auf der Sprachebene aus, sondern auch auf der Bildebene. Eine Verschmelzung von Bild und Textebene war unser Ziel.“
Zur Entstehung. Die durch Mehrfachdruck übereinander geschichteten Formen und die gestempeltenen Texte haben eine Grafik mit Unikatqualität ergeben. Durch Wort-Zusammensetzungen wurden neue Zusammenhänge möglich, die wiederum auch im Schriftbild durch Groß- und Kleinbuchstaben neue Assoziationen hervorrufen.