Kopf der Woche: Franz Weber, Franziskanische Gemeinschaft
Ausgabe: 2009/35, Kopf der Woche, Franz Weber, Leben mit dem hl. Franz, Franziskanische Gemeinschaft, Franz Weber, Sonnengesang,
26.08.2009
- Hans Baumgartner
Auf der Suche „nach etwas mehr“ kamen der Liezener Lehrer Franz Weber und seine Frau Herta vor 20 Jahren zur „Franziskanischen Gemeinschaft“. Im Juni wurde er zum Nationalvorsteher gewählt.
Rund 2000 Frauen und Männer gehören in Österreich zum „Weltlichen Dritten Orden des hl. Franiskus“ (Ordo Franciscanus saecularis). Franz Weber, der neue Nationalvorsteher, verwendet lieber die derzeit gebräuchliche Bezeichnung „Franziskanische Gemeinschaft“. „Sie drückt zeitgemäßer aus, was wir sind und wollen, nämlich eine Glaubens- und Lebensgemeinschaft von Männern und Frauen, die sich bemühen, das Evangelium aus dem Geist des heiligen Franziskus inmitten der Welt von heute zu leben – in den Familien, im Beruf, in der Gesellschaft“, sagt Weber. Die Mitglieder der lokalen Gruppen treffen sich regelmäßig, um miteinander – ganz im Geist des hl. Franz – Gott zu loben und zu danken. „In unserer Gruppe“, so Weber, „ist es uns aber auch wichtig, Sorgen und Freuden miteinander zu teilen. Wir unterstützen auch durch Selbstbesteuerung regelmäßig soziale Projekte.“
Seit seiner Kindheit war Franz Weber (61) in der Kirche tätig. Er und seine Frau Herta haben auch bei verschiedenen Runden mitgemacht, „aber wir waren immer auf der Suche nach etwas mehr“. Über das Kapuzinerkloster Irdning und Bruder Rudi lernten sie die Franziskanische Gemeinschaft kennen und legten 1989 das Versprechen ab. Weber wünscht sich, dass „dieses Leben aus einer tiefen Freude und Dankbarkeit heraus auch heute mehr jüngere Menschen und Paare kennenlernen – und das nicht nur wegen der Überalterung unserer Gemeinschaft, sondern als Lebensschatz für sie selber.“
- Infos: www.fg-ofs.at
Franz Weber: „Diese Freude und Dankbarkeit, wie sie etwa im ,Sonnengesang‘ des hl. Franz zum Ausdruck kommen, haben mein Leben reicher gemacht und verändert. Ich sehe vieles aus einem anderen Blick, habe mehr Verständnis anderen gegenüber und kann gerne auf was verzichten, was anderen heute so wichtig ist. Und mein Leben hat mehr Farbe bekommen.“ឳ