Nach der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer, bei der vermutlich über 70 Flüchtlinge aus Eritrea ums Leben kamen, hat die katholische italienische Tageszeitung „Avvenire“ die italienische und westliche Politik scharf kritisiert. Der Westen verschließe die Augen vor dem Flüchtlingsdrama. „Avvenire“ verglich die Haltung mit der Zeit der Judenverfolgung. Auch da hätten viele durch ihr Wegschauen, aber auch durch ihre Weigerung, den Verfolgten Einreisevisa zu geben, eine „unmenschliche Gleichgültigkeit“ an den Tag gelegt. Der italienische Außenminister Frattini forderte die EU zu einer neuen Flüchtlingspolitik auf.