Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Katholik/innen in Österreich um 23.905 zurückgegangen. Mit 5,579.493 Mitgliedern umfasst die katholische Kirche 67 Prozent der Bevölkerung. In der Stadt Wien liegt der Katholikenanteil seit etlichen Jahren unter 50 Prozent. Obwohl 2008 ein kirchenpolitisch ruhiges Jahr war, ist die Zahl der Kirchenaustritte von 36.293 (2007) auf 40.224 gestiegen. Angestiegen ist aber auch die Zahl der Neuaufnahmen und Wiedereintritte von 4742 im Jahr 2007 auf 5450. Die mehr oder weniger genaue Zählung der Kirchenbesucher kommt auf einen Rückgang von knapp einem Prozent. An den beiden Zählsonntagen besuchten durchschnittlich 715.000 (12,8%) der Katholik/innen den Gottesdienst. Von den 77.752 im Jahr 2008 geborenen Kindern wurden 60 Prozent katholisch getauft. Der leichte Rückgang bei den Taufen kann aber auch mit der rückläufigen Geburtenzahl unter der katholischen Bevölkerung zu tun haben. Leicht gestiegen sind die Taufen bei älteren Kindern und Jugendlichen. Ein anderes Licht auf die Kirche wirft der soeben fertiggestellte 1. Freiwilligenbericht der Bundesregierung. Der religiöse und kirchliche Bereich stellt mit 428.500 ehrenamtlich Tätigen nach den Sportvereinen und dem Bereich Kultur und Freizeit (Blasmusik, Chöre etc.) den drittgrößten Sektor der Freiwilligenarbeit. Darüber hinaus sind viele aktive Christ/innen in sozialen Vereinen und Initiativen tätig.