Pflanzen brauchen Sonnenlicht zum Wachsen. Sie nehmen dafür ganz schön viele Umwege in Kauf, damit sie dem Licht entgegenstreben können. Dieser kleine Versuch beweist das.
Nimm dir zwei kleine Filmdöschen und lege in jedes etwas Watte und drei Bohnen. Eines der Döschen verschließt du wieder mit dem Deckel, das andere bleibt offen. Nun brauchst du noch einen großen Karton, den du so verschließen kannst, dass kein Licht hineinkommt. Oben in den Karton machst du ein Loch hinein, damit die Sonne durchscheinen kann. Unten in die rechte Ecke stellst du deine zwei Filmdöschen mit den Bohnen. Nachdem du den Karton wieder verschlossen hast, musst du nur mehr ein paar Tage warten.
Der Sonne entgegen. Du musst die Bohnen jeden Tag gießen, denn sie brauchen, neben dem Sonnenlicht auch Wasser. Nach rund einer Woche kannst du die ersten Ergebnisse sehen. Die Keimlinge in dem geschlossenen Behälter haben sich nur wenig entwickelt. Ihre Blätter haben kein Blattgrün, da ihnen das Licht fehlte. Aus dem offenen Döschen wachsen die Keimlinge hinaus, in Richtung der Öffnung des Kartons.
Ausgetrickst. Wenn du Lust hast, kannst du die Keimlinge noch weiter auf die Probe stellen. Klebe in deinen Karton im Abstand von ca. 2 bis 5 cm eine Platte, am besten ebenfalls aus Karton, in die du auf der linken Seite ein Loch gemacht hast. Der Keimling muss nun, um ans Licht zu kommen, erst nach links, durch die Öffnung der Platte, und kann erst dann in Richtung der Lichtquelle am oberen Ende des Kartons wachsen.
Labyrinth. Du kannst, je nachdem wie schnell deine Keimlinge wachsen und wie groß dein Karton ist, immer neue Platten einkleben und so ein richtiges Labyrinth schaffen. Du musst nur achtgeben, dass du deine Pflanzen täglich gießt. Aber Vorsicht: Wenn du zu viele Platten einklebst, kommt zu wenig Licht zu den Filmdöschen. Am besten du entfernst nach einiger Zeit die untersten Platten, die die Bohnen bereit passiert haben. Viel Spaß beim Ausprobieren.