Gibt es für Mitarbeiter/innen ein Recht auf Mitbestimmung? – Das ist eine Frage, die Bernd Freytag in seinem Stück „Ein Schritt weiter – im Auftrag der Gewerkschaft!“ stellt. Mit dem Thema „Mobbing“ und der Behauptung: „Geld macht glücklich“, beschäftigen sich zwei weitere Theaterstücke, die zurzeit in Linz zu sehen sind.
Ein Schritt weiter. Noch bis 15. Dezember wird in den Kammerspielen in Linz ein Blick hinter die Kulissen der Arbeitswelt geworfen. Das Stück „Ein Schritt weiter – im Auftrag der Gewerkschaft“ widmet sich dem Thema aus Sicht der Belegschaft und ihrer Vertreter/innen. Autor Bernd Freytag hat zwei Jahre lang in Betrieben recherchiert, Arbeiter/innen interviewt, Betriebsräte befragt, Pressemeldungen durchsucht und Tagebuchaufzeichnungen durchforstet. Wie es im Inneren von Betriebsrät/innen aussieht, ihre Kämpfe, Siege und Niederlagen hat er nun auf die Bühne gebracht. Das Auftragswerk des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) in Zusammenarbeit mit dem Linzer Landestheater ist kein leichtes Stück und fordert das Publikum zum Mithören, Mitdenken heraus.
- Einführung bzw. Gespräche nach der Aufführung sind vorgesehen, Karten & Termine auf Anfrage unter: Tel. 0800/218 000.
Bandscheibenvorfall. Welche Erfahrungen machen Menschen, die am Arbeitsplatz gemobbt, hinausgeekelt und lächerlich gemacht werden? – Dem geht das Stück „Mobbing“ nach. Die Arbeiterkammer Oberösterreich und die Theatergruppe „theaternyx“ haben sich zusammengetan, um das erfolgreiche Stück „Bandscheibenvorfall“ der deutschen Schriftstellerin Ingrid Lausund zu inszenieren. Die Komödie seziert den Büroalltag fünf konkurrierender Arbeitskolleg/innen mit feiner Klinge.
- Am 22. 10. in der AK Kirchdorf, am 24. 10. AK-Freistadt, am 29. 10. Kubinsaal Schärding, am 30. 10. Spielraum Gaspoltshofen, am 31. 10. Pfarrzentrum St. Leonhard, Beginn: 20 Uhr, Karten: Tel. 0732/61 10 11.
Geld macht glücklich. Sie haben ihren Spaß daran – die junge Schauspielergruppe, die Sandy Lopicic’s Stück „Geld macht glücklich“ auf die Bühne des Landestheaters gebracht hat. Ein „musikalischer Überfall“ war angesagt – und war es dann auch. Die Handlung des Stückes sollte man nicht allzu ernst nehmen. Ein Bankdirektor steht am Ende in Unterhosen da – nur so viel sei gesagt – und der Mythos von Macht und Wert des Geldes wird durch den Kakao gezogen. Alles spielt im Schalterraum einer Bank, und dieser erinnert an eine Kapelle – mit Betschemel und Hochaltar. Der in Sarajewo und Deutschland aufgewachsene und jetzt in Graz wirkende Lopicic bringt mit dem jungen Ensemble bosnischen Schwung auf die Bühne. Bei der Premiere am 9. Oktober ging auch das Publikum mit.
- Kammerspiele Landestheater Linz, Karten & Termine auf Anfrage unter: Tel. 0800/218 000.