„In Österreich gibt es im Vergleich zu anderen europäischen Ländern viel zu viele Abtreibungen“, sagt in einem „profil“-Beitrag der bekannte Abtreibungsarzt Christian Fiala. Er schätzt jährlich zwischen 30.000 und 40.000 Schwangerschaftsabbrüche. Das sind 17 bis 23 Aborte pro 1000 Frauen im gebärfähigen Alter (Schweiz 6,5, Deutschland 8). Schuld an dieser Situation ist laut Fiala auch die katholische Kirche, „indem sie die Prävention verhindert“. Ist doch einfach, wenn man einen unbequemen Kritiker gleich zum Sündenbock stempelt! Wahr ist aber, dass niemand so nachhaltig für flankierende Maßnahmen zugunsten von betroffenen Frauen und Kindern eintritt, wie Vertreter/-innen der Kirche und der „Aktion Leben“.
Hans Baumgartner
Eine Milliarde Menschen hungern
Weltweit sollen es bereits eine Milliarde Menschen sein, die an Hunger leiden. Was für eine Zahl! Dass vor allem Menschen in den Ländern des Südens davon betroffen sind, wissen wir. Dass genug Nahrung für alle Erdenbewohner vorhanden ist, diese aber ungerecht verteilt ist, wissen wir auch. Der Welthungertag am 16. Oktober wird uns wieder darauf aufmerksam machen. Trotzdem scheint es für das Hungerproblem noch immer keine Lösungen zu geben. Die mächtigen und reichen Industrienationen sind weit davon entfernt, nachhaltige Wirtschaftsmodelle umzusetzen. Doch der erste und wichtigste Schritt, den Hunger in der Welt zu bekämpfen, geht Hand in Hand mit der Armutsbekämpfung.