Einen Ort zu haben, an dem man sich sicher sein kann – einen Raum der Behaglichkeit, einen Platz, an dem man die Regeln kennt. Das ist Heimat. Es ist gut, um einen solchen Ort zu wissen, von dem man sagen kann: Ich komme heim, wenn man fort war.
Wem gehört die Heimat? Wer soll Zutritt haben? Das ist die große politische Frage in Österreich seit Jahren schon. Zum Nationalfeiertag ist Besinnung angebracht. Die Überlegung führt zur Frage: Was macht eigentlich Heimat aus? Es sind Menschen, die Heimat schaffen, die sich darum kümmern, dass es hier gut und sicher zugeht, dass das Zuhause wirklich ein Ort ist, an dem man gern lebt. Wo Menschen sich nur mehr um die Zutrittsbedingungen zur Heimat kümmern, dort geht Heimat selbst verloren. Wichtiger sind die Heimat-Bereiter. Jene, die ein Auge dafür haben, wer keine Heimat hat. Sie erfüllen den Auftrag Jesu, der klipp und klar sagt: Ich war fremd – und ihr habt mich aufgenommen. Lassen wir also am heurigen Nationalfeiertag in der Hymne ausnahmsweise die „großen Söhne“ beiseite. Es ist schon viel, wenn wir sagen: Heimat bist – Du.