Ein erlebnisreicher Tag in der Kulturhauptstadt Linz leitete die Herbstkonferenz der Mitarbeiter/innen der katholischen Blindenorganisationen aus dem deutschen Sprachraum heuer ein.
Die 28 Teilnehmer/innen aus Deutschland, der Schweiz, Südtirol und Österreich staunten bei der Domführung mit Mag. Clemens Pichler über die gewaltigen Ausmaße der Bischofskirche und erfuhren in der Dombauhütte von Dombaumeister Fraundorfer viel von der ständig notwendigen Erneuerungsarbeit am Dom und dessen Turm. Ruth Häuptli aus der Schweiz war begeistert von den unterschiedlichen Stein-Bearbeitungsformen. Nach dem Mittagsgebet in der Domkrypta und einem kurzen Gespräch mit dem Dom-Eremiten wechselte die Gruppe zu einer weiteren Attraktion von Linz09, ins Akustikon in der Pfarrgasse. Das Erleben und Analysieren von Klängen hatte bei dieser Gruppe einen besonderen Reiz: „Wir Sehbehinderte sind mehr als andere auf Klang-Eindrücke angewiesen“, sagte Mariedl Pircher, die Präsidentin des Südtiroler Blindenapostolats, „oft sind es zu viele, daher halte ich die Kampagne für Beschallungsfreiheit für besonders lobens- und nachahmenswert.“ Nach dem Linz09-Tag wurde die Tagung im Greisinghof fortgesetzt.