Papst Benedikt hat die Tür für übertrittswillige Anglikaner weit geöffnet. Sie sollen mit ihrer eigenen Liturgie und ihren eigenen Traditionen ein eigenes Haus in der katholischen Kirche bekommen. Bei den hier angesprochenen Anglikanern handelt es sich um Gruppen, die bei einer Reihe von Entwicklungen in einem Teil der anglikanischen Kirchengemeinschaft nicht mehr mitmachen wollen. Sie lehnen u. a. die Weihe von Frauen zu Bischöfinnen ab. Einerseits ist der Schritt des Papstes eine Frucht der Ökumene, weil sich die beiden Kirchen in vielen theologischen Fragen angenähert haben und damit „Übertritte“ leichter möglich sind. Es besteht aber auch die Gefahr, dass durch diesen Schritt die Ökumene mit den reforma–torischen Kirchen, aber auch innerkatholische Reformen erschwert werden.
Hans Baumgartner
Der Skandal um den Star-Regisseur
Ein Star kämpft gegen seine Auslieferung an die USA, wo Haftbefehl gegen ihn vorliegt. Vor 32 Jahren hat er dort ein 13-jähriges Mädchen sexuell missbraucht. Bevor er verurteilt werden konnte, floh der Regisseur nach Frankreich. Doch nun wurde er in der Schweiz gefasst. Es gibt viele Stimmen, darunter etliche Prominente, die empört über die Verhaftung Polanskis reagieren. Doch der Missbrauch von Kindern verjährt in den USA nicht. Und das ist auch gut so. Es war an der Zeit, dass er für seine Vergehen endlich hinter Gitter kam – auch wenn er ein Star ist; auch wenn ihm das Opfer verziehen hat; auch wenn die Tat lange her ist.