Schon der Titel des Buches klingt sehr afrikanisch: „Die Sonne geht an keinem Dorf vorüber“. Johannes Okoro kam als Student von Nigeria nach Innsbruck, wurde katholischer Pfarrer und ist seit 2007 altkatholischer Bischof. Sein Buch ist eine Sammlung von Geschichten aus verschiedenen Kulturen und Religionen. Mit ihnen weist er Menschen auf ihre Lebenssituation hin. Sehr persönlich schreibt er über eigene Abschiede: den frühen Tod der Mutter, Abschied von seiner Familie, seinem Land und seiner Kultur sowie von seiner Glaubensgemeinschaft.
Johannes Okoro, Die Sonne geht an keinem Dorf vorüber, Styria Verlag 2009, ISBN 978-3-222-13247-6.
Ruhe sanft
Omas Grab im eigenen Garten? – Was in der Antike bereits üblich war und jetzt wieder modern wird, sind private Grabstätten. Öffentliche Friedhöfe sind typisch für die christliche Kultur. Die Kulturgeschichte des Friedhofs beleuchtet Reiner Sörries in seinem Buch „Ruhe sanft“. Der Umgang mit Toten ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Die Art der Bestattung hat sich laufend geändert: von den Katakomben im frühen Christentum bis zu heutigen alternativen Bestattungsformen. Der Wandel spiegelt die gesellschaftlichen Veränderungen wider. Sörries zeigt interessante Hintergründe dazu auf.