Wolfgang Zaunmayr ist Komponist, Kirchenmusiker und Chorleiter. In Ohlsdorf werden zur Gedenkfeier von Carl Lampert mehrere Kompositionen des jungen Oberösterreichers zu hören sein. Zaunmayr besuchte das Linzer Musikgymnasium und studierte bis 2009 Kirchenmusik.
Für das Konradfest in Oberwang hat Florian Zaunmayr Anfang August sein erstes Werk komponiert. Ein weiterer Auftrag folgte sofort. Bei der Gedenkfeier für den Priester Dr. Carl Lampert zum Thema „Die Liebe aber stirbt nie“ wird nun eine neue Komposition in Ohlsdorf zu hören sein.
Der in Wels geborene Florian Zaunmayr hat sich dabei von den Texten des Priesters Carl Lampert inspirieren lassen. Lampert hat sich als Generalvikar der Diözese Innsbruck in der NS-Zeit der Kirchenverfolgung durch den Gauleiter Hofer widersetzt. Er wurde deshalb verfolgt und hingerichtet. Sein Leidensdruck war enorm. Im Gestapogefängnis Stettin lag Lampert im Winter an Händen und Füßen gefesselt in einer kalten Zelle. Seine Briefe geben dennoch Zeugnis von seiner Geisteskraft, seiner Liebe zu Jesus Christus und zu seinem Beruf.
„Inneres Strahlen“. Komponist Zaunmayr studierte Lamperts Briefe eingehend. Beeindruckt hat ihn, dass Lampert trotz aller Dunkelheit, die er erlebte, sich dieses „innere Strahlen“ bewahrt hat. Die Briefe, die viele Bilder enthalten, hätten sich gut in Musik umsetzen lassen, beschreibt der 28-jährige Musiker seinen Zugang. Am Sonntag, 8. November werden nun Kompositionen von Zaunmayr zu Texten von Carl Lampert zu hören sein. Junge Ohlsdorfer Musiker/innen werden in der Pfarrkirche Ohlsdorf um 16 Uhr die Gedenkverstaltung gestalten, um 17 Uhr wird eine Messe gefeiert.