Über 3000 Menschen waren zur Eröffnung gekommen. Das Kulturzentrum und die Moschee von Bad Vöslau haben für Aufmerksamkeit gesorgt – zunächst durch Ablehnung. Dann ist durch ein Mediationsverfahren und die laufende Information darüber das Interesse gewachsen. Jetzt gilt Bad Vöslau als „beispielgebend“ für andere Orte und Länder. Sogar das Schweizer Fernsehen berichtete. Doch der Vöslauer Bürgermeister warnt vor billigen Rezepten: Es funktioniert nur, wenn beide Seiten sich bewegen und einander ehrlich entgegenkommen. Dass daraus kein fauler Kompromiss entstehen muss, sondern wirklich etwas Neues, Besseres wachsen kann, zeigt Vöslau. Eine Ermutigung – auch für die Kirche. (siehe Thema)
Hans Baumgartner
Nach Simbabwe darf nicht jeder
Der simbabwische Ministerpräsident Morgan Tsvangirai hat ihn eingeladen; Simbabwes Außenminister Simbarashe Mumbengegwi lud ihn wieder aus: Manfred Nowak, UNO-Sonderberichterstatter über Folter, kam nicht weiter als bis zum Flughafen in Harare und es blieb ihm nichts anderes übrig, als Simbabwe wieder zu verlassen. Der Österreicher Nowak sollte Berichte prüfen, in denen es um Verhaftungen und Einschüchterungen von Tsvangirais Anhängern gehe. Das hat Simbabwes Präsident Robert Mugabe wohl nicht gepasst. Es herrscht ein Machtkampf zwischen Tsvangirai und Diktator Mugabe, der das Land völlig heruntergewirtschaftet hat. Die UNO muss auf diesen Zwischenfall jedenfalls reagieren; wie sie das tut, bleibt abzuwarten.