US-Präsident Barack Obama lege großen Wert auf die Beziehungen der Vereinigten Staaten zum Heiligen Stuhl, den er als „global player“ auf humanitärem Gebiet und als moralische Stimme anerkennt. Das sagte der US-amerikanische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Miguel H. Diaz, in einem „Radio Vatikan“-Interview anlässlich des ersten Jahrestages der Wahl Obamas zum Präsident der Vereinigten Staaten (4. November 08). Im Juli hatte der Papst den US-Präsidenten in Privataudienz im Vatikan empfangen. Obama sei von diesem Gespräch „sehr berührt“ gewesen, so Diaz. Das Leitmotiv des Wahlkampfes von Obama sei „Change“ gewesen, also die Hoffnung auf Änderung, so der Theologe Diaz. Diese Hoffnung sei auch ein Jahr später noch lebendig. „Die Schlüsselfrage dieses Präsidenten war und ist, was können wir als Amerikaner und Weltbürger tun, um Veränderung und eine neue Ära der Verantwortung zu bringen – und die Betonung liegt auf dem ,wir‘“, sagte Diaz. Im Inneren habe Obama die Nation vor der Wirtschaftsdepression bewahrt, im Moment arbeite er an der Gesundheitsreform, so dass alle Amerikaner in den Genuss des grundlegenden Rechts auf Gesundheitsversorgung kommen. Auf internationaler Ebene habe sich Obama bemüht, die Atomwaffen-Arsenale einzudämmen, um den Frieden zu fördern. Seine Rede in Kairo habe gezeigt, dass er imstande sei, Menschen zum Dialog zusammenzubringen. „Als US-Diplomat beim Heiligen Stuhl bin ich überzeugt, dass die ,Botschaft der Hoffnung‘ des Präsidenten nach wie vor lebt.“