Sie hat es von Schulkameradinnen erfahren, die es aus den Medien hatten: Arigona, dein Asylantrag ist abgelehnt. Wer diese Information an die Medien weitergegeben hat, bevor mit der Familie Zogaj – nach allem, was sie bereits erlebt hat – ein persönliches Gespräch geführt worden ist, gehört nicht auf diesen Platz, wo er/sie jetzt sitzt. Es wird in Österreich immer mehr zur geduldeten Praxis, dass persönliche Schicksale in einer unzumutbaren Weise in die Öffentlichkeit gezerrt werden. Die Menschen, um die es dabei geht, spielen im Kampf um Auflagen, um persönliche oder politische Interessen keine Rolle mehr.
Hans Baumgartner
Impfen lassen oder nicht?
„H1N1“, „Neue Grippe“ oder „Schweinegrippe“ – sie hat nun auch in Österreich Einzug gehalten. Und es kursiert die Frage: Impfen lassen oder nicht? Nach dem Todesfall des 11-jährigen Mädchens, das an den Folgen der „Neuen Grippe“ starb, ist die Zahl jener, die sich impfen lassen, drastisch gestiegen – sicher auch eine Folge von Angst und Panikmache. Doch der Impfstoff ist noch nicht richtig ausgetestet. Wie schwerwiegend die Nebenwirkungen des Mittels sind, ist auch noch nicht klar. Und ein 100-prozentiger Schutz ist durch die Impfung ebenfalls nicht gegeben. Es heißt, der Verlauf dieser Grippe sei leicher als jener der normalen saisonalen Grippe. Die Entscheidung muss nun jeder für sich selber fällen. Fest steht jedenfalls, dass es in Sachen „Neue Grippe“ einen Gewinner gibt: die Pharmaindustrie.