- Menschlichkeit. Die biblische Schilderung der Herbergsuche sollte gerade jetzt im Advent ein Denkanstoß sein für mehr Menschlichkeit im Umgang mit Flüchtlingen, die hier bereits Wurzeln geschlagen haben. Dazu rief die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Margit Hauft, auf. Es könne nicht sein, dass Kinder, die hier aufgewachsen sind, und Familien, die sich während der langen Dauer ihrer Asylverfahren in Österreich bereits gut integriert haben, andauernd von Abschiebung bedroht sind.
- Lebensschutz. Der Vorstand des Katholischen Laienrates unterstützt den Vorschlag von Staatssekretärin Christine Marek, die Motive und die Zahl der Abtreibungen anonym erheben zu lassen. Um eine wirksame Vorbeugung und Hilfe leisten zu können, brauche man bessere Grundlagen. Entschieden wendet sich der Laienrat gegen Pläne, die „Pille danach“ rezeptfrei abzugeben. Das sei wegen der hohen Hormondosis unverantwortlich. Außerdem würde damit die Geburtenregelung von der Vorbeugung zur nachträglichen Verhinderung bzw. Frühabtreibung verlagert.
- Behinderte Kinder. Anlässlich des Welttags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember forderte der Wiener Caritasdirektor Michael Landau die Gleichstellung von Kindern. Seit Oktober 2008 sei die UNO-Konvention über die Rechte behinderter Menschen in Kraft. In Österreich hinke die Umsetzung aber besonders im Bereich der Kinder und Jugendlichen hinterher. Große Defizite gebe es u. a. bei der Integration in Kindergärten und der Berufsbildung.