Für den Spielwarenhandel ist die Vorweihnachtszeit die umsatzstärkste Zeit. Fast die Hälfte des Jahresumsatzes bringt die Erfüllung der Wunschzettel vor allem von Kindern und Jugendlichen.
Die Wünsche der Arbeiter/innen bleiben dagegen unerfüllt. Die entwicklungspolitische Organisation Südwind macht derzeit auf die „unfaire“ Spielwarenproduktion, insbesondere in China aufmerksam: 15 Stunden dauern Schichten, für die Hungerlöhne bezahlt werden und bei denen sich die Arbeiter/innen die Gesundheit ruinieren. Die Wirtschaftskrise hat das Problem noch verschärft. Die Hälfte der Spielwaren-Fabriken in Südchina hat zugesperrt, der Konkurrenzdruck wächst. Eine Arbeiterin von Tianyu Toys, einem Zulieferbetrieb des Disney-Konzerns, berichtet: „Im März habe ich jeden Tag zwei bis viereinhalb Überstunden geleistet. Ich wurde gezwungen, drei Nächte durchzuarbeiten. Die längste Schicht dauerte 28 Stunden.“ Der Lohn: nur 100 Euro im Monat! Der Betrieb stellt keinen Arbeitsvertrag aus, auch keine Lohnzettel, aus denen hervorgehen würde, wie viele Überstunden die Einzelnen leisten.͏
Faires Spielzeug
- 80 Prozent der weltweit verkauften Spielsachen kommen aus China.
- In China sterben jährlich mehr als 100.000 Menschen bei Arbeitsunfällen aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen.
- Jährlich wird in Österreich für jedes Kind Spielzeug im Wert von 179 Euro gekauft.
- Was Sie tun können: Stellen Sie beim Spielzeugkauf Fragen über die Herkunft und die Produktionsbedingungen. Beteiligen Sie sich an der E-Mail-Aktion. Kaufen Sie fair!