Spätestens mit dem 8. Dezember hat sich im Advent der Konsumrausch breitgemacht. Dass es aber auch anders geht, zeigen mehrere Veranstaltungen der Katholischen Jugend. Zum Beispiel in Vorderweißenbach mit einer Jugendmesse am Marienfeiertag.
„Auch wir haben für sie geöffnet!“ Das stand auf dem Werbebanner zu lesen, mit dem der Jugendtreff Vorderweißenbach für seine Messe am 8. Dezember geworben hat. „Es kann nicht sein, dass man im Advent darauf aus ist, möglichst tolle Einkaufsschnäppchen zu machen“, sagt Michaela Mitter von der Pfarrjugend Vorderweißenbach. Gemeinsam mit Jugendleiter Reini Fischer hat sie ein Alternativprogramm zum großen Konsumrausch ins Leben gerufen. Die Jugendlichen wollten die urspüngliche Idee vom 8. Dezember einem möglichst breiten Publikum vermitteln. Eine symbolische Straßenbahn, die zwischen Shoppingmeile, Einkaufstempel und Pfarrkirche pendelt, regte die Messbesucher/innen dazu an, über den wahren Sinn des Advent nachzudenken: zur Ruhe zu kommen und sich auf Weihnachten vorzubereiten. Mitter: „Den Advent aufmerksam zu feiern, das ist der Sinn der Sache.“
Zeit schenken. Natürlich sind Geschenke auch den Leuten vom Jugendtreff wichtig, betont die 24-jährige Theologiestudentin: „Wir schauen im Freundeskreis aber darauf, dass wir uns mit kleinen Dingen eine Freude machen.“ Und das Wichtigste sei sowieso, Zeit zu schenken.
Fackelwanderung.< Es sind Auszeiten von der Hektik, wie sie die Katholische Jugend Oberösterreich auch an anderen Orten ermöglicht. Etwa wenn Jugendliche am 19. Dezember (Beginn: 19 Uhr) mit Fackeln durch Adlwang wandern und besinnliche Impulse für die hektische Vorweihnachtszeit erhalten. Wer wiederum in der Weihnachtszeit nach Ruhe sucht, ist bei der Burg Altpernstein an der richtigen Adresse. Dort können Jugendliche die ungewöhnliche Möglichkeit nutzen, den Jahreswechsel in aller Stille zu begehen. Mit dem Jahreswechsel wird das Schweigen gebrochen und mit einem gemütlichen Fest klingen die Tage der Stille langsam aus (Infos: siehe „Mein Tipp“).