Ausgabe: 2009/50, Christenverfolgung, Tag der Menschenrechte, 10. Dezember, Pro Oriente, Religionsfreiheit, Diktaturen
09.12.2009
„Die weltweite Christenverfolgung steigt – und Europa schweigt“. Dieses ernüchternde Fazit zog die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ bei einer Pressekonferenz vergangene Woche in Wien angesichts des „Tages der Menschenrechte“ am 10. Dezember. „Wir haben 2008 auf die Diskriminierung von rund 250 Millionen Christen und ihre Verfolgung in 50 Ländern der Welt hingewiesen. Wir stellen nun fest, dass sich die Situation insgesamt verschlechtert hat“, so der Präsident der Stiftung Pro Oriente, Johann Marte. Etwa 90 Prozent aller wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen seien mittlerweile Christen, allein 2008 wurden 175.000 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet. Hauptschauplätze der Verfolgung seien insbesondere kommunistische Diktaturen und islamisch, d. h. unter dem Recht der Scharia, regierte Staaten. Besonders dramatisch stelle sich die Situation für Christen in Afghanistan, Somalia, Eritrea, Ägypten, Nigeria sowie dem Irak und Pakistan dar. Ein Aktionstag der Plattform fand am 10. Dezember auf dem Wiener Stock-im-Eisen-Platz statt.