Die Katholische Hochschulgemeinde zeigt in der aktuellen Foto-Ausstellung faszinierende Wandbemalungen aus Nordirland, die Zeugen zahlreicher schwerer Konflikte sind.
Während allerorts der Adventfriede beschworen wird, geht die KHG einen anderen Weg: Die aktuelle Ausstellung widmet sich dem Phänomen der Wandbemalungen in den nordirischen Städten Belfast und (London-) Derry. Die Bemalungen sind zu Spiegelbildern des jahrhundertelangen Konfliktes zwischen den verfeindeten Gruppen „Loyalisten/Unionisten“ sowie „Republikanern/Nationalisten“ geworden.
Geprägt von Feindschaft. Begibt man sich in die Straßen der Arbeiterviertel Belfasts oder anderer nordirischer Städte, so blickt man an vielen Hauswänden in eine Vergangenheit, die von der Feindschaft zwischen den verschiedenen Gruppierungen geprägt ist. Gewalt, Abgrenzung, Drohung, Rache finden sich als Motive. Allein in Belfast halten die über hundert Wandbemalungen, die so genannten „Murals“, die blutige und konfliktreiche Vergangenheit beider Seiten am Leben. „Murals“ dienen hier als Denkmäler zu Ehren paramilitärischer Gruppierungen. In der Ausstellung werden sowohl die enorme Vielfalt an Motiven als auch deren Veränderungen in den letzten Jahren veranschaulicht. Die Fotoarbeiten stammen vom Fotografen und Historiker Mario Liftenegger.
- Die Ausstellung ist bis 23. Dezember in der KHG, Mengerstraße 23, Linz geöffnet.