Endlich kalt, sagen die Schilift-Betreiber – und alle, die auf Schnee für ihr Vergnügen hofften, freuen sich über den Kälteeinbruch der letzten Tage. Kalt. Das ist für andere eine Hiobsbotschaft – für die Obdachlosen in unseren Städten zum Beispiel.
Wärme in die Welt zu bringen. Das ist ein gutes Vorhaben für den Advent. Mit „Wärme“ nicht nur jenen zu begegnen, die es ohnehin im Leben warm haben, ist eine besondere Herausforderung. Diese Ausgabe der KirchenZeitung lenkt die Aufmerksamkeit auf zwei besondere Gruppen: die Obdachlosen, die irgendwie aus dem Normalfall des Lebens gerutscht sind (Seite 3). Und dann: auf straffällig gewordene Menschen (Seite 6 bis 7). Aber: Auch „Zeit schenken“ hilft (Seite 18). Jede Gabe, jede Aufmerksamkeit ist wie eine Tasse Tee. Sie wärmt gegen Einsamkeit. Die vorweihnachtliche Aufmerksamkeit gilt nicht nur denen, mit denen man ohnehin verbunden ist. Sie meint gerade die anderen: die Vergessenen, die Einsamen, die schuldig Gesprochenen, die Ausgeschlossenen. Schuldig oder nicht? Das Urteil kann man dabei getrost einem anderen überlassen.