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Es ist nicht egal, was man isst. Kommen die Lebensmittel von weit her, haben sie einen schweren CO2-Rucksack um: Der lange Transport belastet die Umwelt. Umweltbewusst und die Region stärkend ist der Kauf heimischer Lebensmittel.
Die Kunden haben es in der Hand, welche Lebensmittel angeboten werden. Landesbäuerin Annemarie Brunner appelliert darauf zu schauen, aus welchem Land zum Beispiel unser Obst und Gemüse kommt. Der Lebensmittelhandel nimmt einen Trend zu regionalen Produkten wahr. Bedeutend weniger aufmerksam sind die Österreicher dem saisongerechten Einkaufen gegenüber. Regional und saisonal aber gehören zusammen, sagt Landesrat Dr. Josef Stockinger. In allen Bezirken stärken Seminarbäuerinnen das Bewusstsein für Regionalität und Saisonalität. Nachhaltigkeit bedeutet, bewusst einkaufen und bewusst genießen! Man soll sich dabei aber auch nicht irre machen lassen von Gerüchten rund ums Essen.
Gerüchte um die Küche
Was uns gut tut und was nicht, das ist immer wieder auch beim Essen Thema
Ernährung ist für viele ein wichtiges Thema. Kein Wunder, dass sich unzählige Gerüchte und Mythen ums Essen ranken.
Dass man vom Essen am Abend dick wird, stimmt nicht, erklären Sabine Bisovsky und Eva Unterberger in ihrem Buch über die „Gerüchteküche“. Es kommt eher darauf an, wieviel man über den Tag verteilt zu sich nimmt. Essen sollte man, wenn man Hunger hat. Mit Heißhunger ist die Gefahr groß, mehr zu essen, als man braucht. Weil viele erst am Abend Zeit für Freunde und Familie haben, ist das Abendessen ein wichtiger sozialer Faktor geworden.
Keine Kalorien. „Negative Kalorien“ gibt es nicht, verraten die Buchautorinnen. Auch die „leichtesten“ Lebensmittel (Gurken, Salat, Rhabarber) enthalten 12 kcal pro 100 g. Kein Lebensmittel verbraucht zur Verdauung mehr Kalorien, als es dem Körper liefern kann. Negativ in der Kalorienbilanz wäre zuckerfreier Kaugummi. Kauen verbraucht 11 kcal pro Stunde. Allerdings regt es die Produktion von Magensäure an, und das erzeugt Hungergefühl.
Kinder und Koffein. Ein Mythos ist, dass Cola und Salzstangen bei Durchfall helfen. Dieses „Menü“ kann die verlorenen gegangenen Mineralstoffe aber nicht ersetzen. Der Zucker bindet zusätzlich Flüssigkeit im Darm, das Koffein regt die Darmtätigkeit noch mehr an. Ein empfohlenes Durchfall-Rezept lautet: einen Liter Orangensaft mit einem Teelöffel Salz über den Tag verteilt trinken. Koffeinhaltige Getränke (Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Eistee, Colagetränke und Energy-Drinks) sind für Kinder bis zehn Jahre gänzlich ungeeignet.
Wärmendes. Zur Jahreszeit passend: Mit Glühwein, Punsch oder Jagatee kann man sich nicht „von innen“ aufwärmen. Alkohol erweitert die Blutgefäße, was kurz das Gefühl von Wärme gibt. Dadurch zirkuliert mehr Blut unter der Haut und die Poren öffnen sich, womit die Körperwärme rasch an die Umgebung abgegeben wird. Die Folge: Man kühlt aus. Alkoholfreie Heißgetränke wärmen wirklich.
- Buchtipp: Sabine Bisovsky, Eva Unterberger: Aufgedeckt! Gerüchteküche und Ernährungsmythen, avBuch, ISBN 978-3-7040-2350-6, Euro 19,90.