Die KirchenZeitung verleiht seit 1994/1995 den Solidaritätspreis. Die Feier findet seit 1996 auf Einladung des Landeshauptmanns im Landhaus statt. Mit Unterstützung des Sozialressorts des Landes Oberösterreich und der Diözese Linz wurden bisher etwa 160 Einzelpersonen und Gruppen ausgezeichnet.
Bis 15. Februar 2010 können Vorschläge für den nun schon 17. Solidaritätspreis eingereicht werden. Der Preis wird in den Kategorien Einzelpersonen, Gruppen und Jugendprojekte vergeben. Maximal neun Preise, die mit insgesamt 18.000 Euro dotiert sind, werden am 15. Mai 2010 im Landhaus von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Bischof Dr. Ludwig Schwarz und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl überreicht.
Zum Nachahmen anregen. Durch den Solidaritätspreis ehrt die KirchenZeitung Personen und Gruppen, die sich durch richtungsweisendes solidarisches Handeln auszeichnen. Soziale Initiativen sowie der Einsatz für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sollen bekannt und gefördert werden. Dabei legt die Jury besonderes Augenmerk auf Personen und Projekte, die bisher eher unbemerkt von der Öffentlichkeit waren, die Anregung sein und jederzeit auch von anderen nachgeahmt werden könnten.
Bis 15. Februar einreichen! Ein Blick auf Preisträger/innen der Jahre 2003 bis 2009 (siehe rechte Spalte) zeigt, wie sich „richtungsweisend“ und „nachahmbar“ in den ausgezeichneten Projekten verbinden. Das soll für Sie Anregung und Ermutigung sein, ebenfalls Personen und Projekte vorzuschlagen, deren Engagement beispielhaft ist und von denen Sie meinen: Die sollten auch einmal vor den Vorhang geholt werden! Die Einreichfrist endet am 15. Februar 2010. Ihre Vorschläge senden Sie formlos oder unter Verwendung des Einreichformulars an die KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz oder Sie schicken uns eine E-Mail: solipreis@kirchenzeitung.at oder Sie nutzen die Online-Einreichungsmöglichkeit auf www.solipreis.at
Schlagen Sie Preiswürdige vor! Ihre Einreichung sollte maximal zwei DIN-A4-Seiten umfassen und neben Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der vorgeschlagenen Person bzw. Gruppe auch die Adressdaten zu Ihrer Person beinhalten. Bei Gruppen geben Sie außerdem bitte eine Kontaktperson bekannt.
Ausgezeichnet
In den letzten Jahren erhielten viele Personen und Gruppen, die sich für benachteiligte Menschen, Außenseiter und Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzen, den Solidaritätspreis. Etwa Pfarrmoderator Johann Ehrenfellner oder die Rollstuhlfahrergruppe Andorf.
Innovative Projekte wie das „Dorfmobil Klaus-Steyerling-Kniewas“ wurden ausgezeichnet: Ehrenamtliche chauffieren tagsüber Jung und Alt innerhalb des großflächigen Gemeindegebietes und erleichtern so umweltschonende und beziehungspflegende Mobilität.
Eine-Welt-Engagement wurde geehrt: etwa die Initiative Eine Welt Braunau, die Direkthilfe Welt Drei Bad Ischl, die Missionsrunde Attnang oder Anna Maria Marschner, die bolivianische Kinder unterstützt.
Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen schlagen Preisträger wie der Internationale Kochstammtisch der Pfarre Steyrermühl, bei dem sich Fauen aus über zehn Nationen vierzehntäglich zum gemeinsamen Kochen treffen. Turan Ünal, Dechant Wild oder Eser Zekeryia engagieren sich für die Verständigung zwischen Christen und Muslimen.
Friedensengagement wie jenes der Pax-Christi-Aktivisten Meinrad Schneckenleithner und Andreas Paul wurde mit dem Solidaritätspreis bedacht. Im Umweltbereich wurden unter anderem der Solararbeitskreis der Pfarre Guter Hirte inLinz und der Verein Energie Neumarkt oder die Initiative Fahrrad ausgezeichnet.
Im Jugendbereich wurden u.a. viele Schulprojekte zur Eine-Welt-Solidarität sowie die Pfadfindergruppe Rohrbach, die Landjugend Perg oder der Reality Check der Katholischen Jugend ausgezeichnet.