Man zahlt den Preis und ist schon drin – mitten im Vergnügen. Im Kino, in der Disco, auf der Piste. Vom Alltag zum Vergnügen ist es nur ein Schritt – oft eher eine Autofahrt. Übergänge gelten als Zeitverschwendung. Berge sind da anders. Wer auf einen Gipfel oder auch nur auf einen schönen Aussichtspunkt will, muss sich anstrengen. Seilbahnen und Bergstraßen lösen auch dieses „Problem“. Aber wer oben war, weiß: Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man Schritt für Schritt hinaufgestiegen ist oder ob man bloß die paar Minuten für die Seilbahn investiert hat. Die Aussicht ist dieselbe. Erlebt wird sie anders – ganz anders sogar. Die technischen Hilfsmittel und Aufstiegshilfen ebnen nicht nur Höhenunterschiede ein, sie flachen auch das Erleben ab. Da spürt man den Berg nicht. Er ist nur Kulisse. Berge sind ein gutes Symbol für Leben und Glauben. Der Berg gibt seine Botschaft nicht her auf die Schnelle. Er verlangt einem sehr viel ab. Wie mit den Bergen, so auch mit Menschen: Nicht einfach über sie hinweg führt der Weg, nicht an ihnen vorbei. Die Berührung, das gegenseitige Spüren, das Aushalten, das Durchhalten. Es strengt an – und hebt empor.