In den kommenden Wochen laden die Umweltreferenten der österreichischen Diözesen wieder zum „Autofasten“ ein. Die Aktion will dazu beitragen, den Umgang mit dem eigenen Auto umwelt- und bewegungsbewusster zu gestalten und Alternativen – vor allem auf kurzen Strecken – zu erproben.
Zu einem ganz „anderen Autofasten“ will nach Medienberichten die Regierung die Österreicher/innen vergattern. Im Zuge einer neuen Energiestrategie sollen Treibstoffe mit einer 20 Prozent höheren Energiesteuer belegt werden. Gleichzeitig werden eine Erhöhung der Normverbrauchsabgabe beim Autokauf und eine verbrauchsabhängig Kfz-Steuer diskutiert. Die Mehreinnahmen sollen vor allem dem Ausbau der Energiegewinnung aus Biomasse dienen, heißt es.
Nun ist es kein Geheimnis, dass Österreich auch wegen des ständig wachsenden Verkehrs Probleme mit der Erfüllung der Klimaziele hat. Eine neue Klima- und Energiestrategie ist daher höchst an der Zeit. Nur scheint es, dass man die Autofahrer wieder einmal als Melkkuh zum Stopfen immer größer werdender Budgetlöcher und zur Subventionierung der höchst umstrittenen Agrartreibstoffe missbrauchen will. Denn wenn es wirklich nur darum ginge, dass weniger und bewusster mit dem Auto gefahren wird, dann würde es genügen, die Mineralölsteuer zu erhöhen – und im Ausgleich dafür sogar die NoVa und die Kfz-Steuer abzuschaffen. Denn viele (nicht alle) brauchen ein Auto. Sie sollen dafür zahlen, wenn sie es benutzen und damit die Umwelt belasten, aber sie sollen nicht auch noch dafür bestraft werden, wenn sie sparsam damit umgehen.