Bereits zum sechsten Mal lädt die KirchenZeitung zu einem Fastenschwerpunkt. Er steht unter dem Thema „Expedition Fastenzeit – den Aufstieg wagen“.
Bergerfahrene Menschen geben in der Fastenzeit Anregungen und Impulse für das alltägliche Leben. Sie laden ein, die Talsohle des Lebens zu verlassen, um die Höhen und Tiefen für das eigene Leben auszuloten. Jedem Menschen, ob jung oder alt, ist es möglich, über sich hinauszuwachsen. Nicht umsonst sind Berge in den Religionen auch besondere Orte der Offenbarung.
Machen Sie Freunde und Bekannte auf „Expedition Fastenzeit“ aufmerksam.
Expedition Fastenzeit
Einfach so dahin. Ohne Höhen und Tiefen. Wenn das Leben so läuft, ist es höchste Zeit, etwas zu tun. Es ist zu wertvoll, als dass man es nur zu Ende lebt. Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit. Lassen Sie sich von weltbekannten und bergerfahrenen Menschen in die Höhe führen. Die KirchenZeiung lädt Sie ein zur Expedition Fastenzeit.
Zwölf Achttausender hat Gerlinde Kaltenbrunner bestiegen. Eine beeindruckende Bilanz der aus Spital am Pyhrn stammenden Bergsteigerin. Doch genauso eindrucksvoll ist, dass sie wiederholt den rechten Zeitpunkt zur Umkehr erkannt hat. Wer aus Ehrgeiz oder wegen der Erwartungen Dritter nicht umkehren kann, riskiert sein Leben.
Mit den weltbesten Bergsteiger/innen. Gerlinde Kaltenbrunner ist eine von sieben Persönlichkeiten, die unseren Leserinnen und Lesern in der Fastenzeit 2010 ihre Bergerfahrungen erzählen. Reinhold Messner ist ebenfalls mit dabei auf unserer Fastenzeit-Expedition. Er ist wohl der weltbekannteste Bergsteiger. Der Berg ruft nicht, man macht sich einen Berg vielmehr selbst zum Projekt, sagt er. Wie man sich auf ein großes Vorhaben vorbereitet – und wie man bis ins Alter an seine Grenzen gehen kann – davon wird er erzählen – und dass man dabei dasselbe erleben kann wie auf den Gipfeln der höchsten Berge.
Ob der Haken hält? „Verrückt“, sagen die einen. Beat Kammerlander ist Extremkletterer. Selbst dort sieht er noch Wege, wo für andere die Unwegsamkeit schlechthin ist. Über dem Abgrund zu hängen, das ist ein Lebensgefühl, das sich auch sonst im Leben einstellt – wo man nicht mehr weiß, ob es noch einen Halt geben wird. Das Vertrauen zu sich selbst ist das eine. Das Vertrauen darauf, dass der Haken, an den ich mein Leben hänge, auch hält, ist das andere. Es ist eine religiöse Grundfrage.Thomas Neff hat es erlebt. Er war dabei, als der Haken ausbrach. Sein Sohn hing daran. Doch er und der Bruder konnten den Sturz abbremsen – und Jakob hat überlebt. Das lässt das Leben anders sehen.
Leben mit dem Berg. Neben den Profi-Bergsteigern kommen in der diesjährigen Fastenreihe Menschen zu Wort, die mit den Bergen leben. Maria Bachler zum Beispiel. Seit dem Tod ihres Mannes bewirtschaftet sie mit ihrem Sohn den höchstgelegenen Bergbauernhof der Steiermark. Da heißt es, mit der Kargheit leben zu lernen.
Trotzdem vertrauen. Iris Lorenz hat aus dem Flachland Niederösterreichs nach Galtür geheiratet und dort die schlimme Lawinen-Katastrophe im Jahr 1999 miterlebt. Es gibt Bedrohungen im Leben, die plötzlich hereinbrechen können. Naturkatastrophen, Klimakrise, drohende Arbeitslosigkeit, Krebs. Wie kann man trotzdem in Zuversicht leben? Was lässt vertrauen?
Auch ein Priester kommt zu Wort. Sebastian Edakarottu stammt aus dem „Land, wo der Pfeffer wächst“, aus einer indischen Bergregion. Heute ist er Pfarrer im Burgenland. Was Berge ihm selbst bedeuten, wird er erzählen, und davon, welch besondere Orte der Offenbarung Berge in den Religionen sind.
„Viele Wege führen zu Gott. Einer geht über die Berge.“
Bischof Reinhold Stecher Eintragung ins Gipfelkreuzbuch am Taschachhaus im Pitztal
Einladung zum Freitags-Fasten
Man spürt es ja. Weniger ist oft mehr. Auf Gewohntes zu verzichten bringt neue Spannkraft ins Leben. Während der „Expedition Fastenzeit“ erhalten Sie auch Anregungen, was Sie selbst tun können.
Besonders machen wir auf eine alte Tradition der Kirche aufmerksam: das Freitagsgebot. Jeder Christ ab vollendetem 14. Lebensjahr sollte mit einem „Freitagsopfer“ den Todestag Jesu auszeichnen, sagt das Kirchengebot. Mit welchem, bleibt dem Einzelnen überlassen.
In der heutigen Zeit kann der früher für Freitag gebotene Verzicht auf Fleisch und Alkohol ein besonderes Zeichen sein. Lieber weniger Fleisch, dafür zu einem gerechten Preis! Das ist auch im Blick auf Welternährung und auf Umweltschutz ein gutes Zeichen. Es ist gut zu spüren, dass nicht alles zu jeder Zeit selbstverständlich ist.
Schreiben Sie uns Ihre Fasten-Erfahrungen mit der Post oder per Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at (Betreff: Meine Fastenzeit).
Meine Fastenzeit: Das Fasten-Kurzabo
Machen Sie Freunde und Bekannte auf „Expedition Fastenzeit“ aufmerksam. Sieben Ausgaben der KirchenZeitung bieten wir in einem Kurzabonnement während der Fastenzeit für nur 5 Euro an.
Reinhold Messner
eröffnet zum Ersten Fastensonntag die \"Expedition Fastenzeit\".