Kaum dass das letzte Eels-Album „Hombre Lobo“ verdaut ist, gilt es schon den nächsten Streich von Mark Oliver Everett zu verkraften. „End Times“ nennt sich das bedeutungsschwangere Werk diesmal. Zurückgezogen in seinen eigenen vier Wänden hat Everett diese reduzierten Songs auf einem Vier-Spur-Recorder im Keller eingespielt. Von der Ruppigkeit des Vorgängers ist nichts mehr übrig geblieben. In seiner Reduziertheit wächst sich das Album über Everetts jüngstes Beziehungsende zu einem Weltuntergangsszenario aus. Schon der Opener „In The Beginning“ verkündet den Anfang vom Ende und verbreitet düstere Stimmung. So wütend wie in „Gone Man“ gibt sich E nur selten auf „End Times“: „She used to love me but it’s over now / that was a good thing that’s gone man gone“. In „Mansions Of Los Feliz” wächst sich das persönliche Drama zu einer weltumspannenden Katastrophe aus, in der Städte niederbrennen und die Luft nach verkohltem Fleisch riecht. Den traurigen Höhepunkt findet das Album dann im Titelstück selbst, in dem E resigniert und prophetisch die letzten Tage voraussagt. Etwas versöhnlicher klingt Everett dann gegen Ende der Platte mit den Songs „Little Bird“ und „On My Feet“, wo er sich langsam wieder auf die eigenen Füße richtet, den Keller verlässt und endlich wieder vor die eigene Haustür tritt. Mit „End Times“ versucht Mark Oliver Everett einmal mehr seiner Einsamkeit und den Dämonen des Verlustschmerzes Herr zu werden – ein gelungenes, ruhiges Selbsttherapiealbum.