Kopf der Woche: Emma Mahlunge, Direktorin Kunzwana
Ausgabe: 2010/06, Frauen, Emma Mahlunge, Kopf der Woche, Simbabwe, Blumenfarmen, Frauenorganisation, Lebensstandard, Harare, Sozialarbeiterin, Grundschullehrerin, Mathodisten-Kirche, Entwicklungshilfe, Kuzwana, Frauenarbeit, Befreiung
10.02.2010
- Susanne Huber
Seit über 40 Jahren stärkt, ermutigt und unterstützt Emma Mahlunge Frauen, die kaum Zugang zu Entwicklungsmöglichkeiten haben. Derzeit ist sie auf Tour durch Europa und berichtet über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen für Frauen auf den Blumenfarmen Simbabwes.
Sie ist der Kopf einer Frauenorganisation, die nicht nur die Probleme von simbabwischen Arbeiterinnen auf den Blumenplantagen aufzeigt. „Kunzwana Women’s Association versucht, Lösungsansätze anzubieten. Die Frauen auf den Farmen sind isoliert, von Entwicklungsprogrammen ausgeschlossen und sie werden häufig von ihren Arbeitgebern ausgebeutet. Wir informieren diese Frauen über ihre Rechte und zeigen ihnen Möglichkeiten auf, wie sie ihren Lebensstandard verbessern können“, so Emma Mahlunge.
Frauen stärken. Geboren wurde die Simbabwierin im kleinen Dorf Chicowofe, 110 km von der Hauptstadt Harare entfernt. Schon in jungen Jahren hatte Emma Mahlunge immer im Kopf, sich für die Rechte von Frauen stark zu machen. Ihr Vater war ein engagierter Methodist. Geprägt von ihrem kirchlichen Umfeld hat sie zunächst begonnen, Kindergärten in allen Methodisten-Kirchen Harares einzurichten, die sie auf freiwilliger Basis auch leitete. Es folgte eine Ausbildung zur Grundschullehrerin, später zur Sozialarbeiterin. Ein Stipendium ermöglichte es ihr, in Großbritannien eine Ausbildung für soziale Entwicklung und Gemeinschaftsarbeit zu absolvieren. Mit einem Diplom in der Tasche, kehrte sie kurz vor der Unabhängigkeit Simbabwes im Jahre 1980 zurück in ihre Heimat und arbeitete vor allem im Bereich Entwicklungshilfe für Frauen. 1993 gründete die fünffache Mutter und Ehefrau die Organisation Kuzwana Women’s Association. Ihr Motto war und ist: „Frauen, steht auf! Befreit euch von Unterdrückung und geht euren Weg!“ (siehe Panorama)
Emma Mahlunge: „Ich wünsche mir, dass die Frauen Simbabwes lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, ihre Rechte einzufordern und sich von Unterdrückung zu befreien. Ihnen muss bewusst werden, dass auch sie Geschöpfe Gottes sind.“