Ausgabe: 2010/06, 3-Hauben-Brotsuppe, Geld, Schuldnerberatung, Leitenmüller-Wieser, Schuldnerhilfe, Hunger auf Kunst und Kultur, Beihilfen, Sozialmärkte, Rezept
10.02.2010
- Nikola Leitenmüller-Wieser, Schuldnerhilfe OÖ
Leben mit wenig Geld
Altes Brot dünnblättrig schneiden. Zwiebel hacken und mit dem Brot anrösten. Alles mit Suppe aufgießen, pürieren und mit Gewürzen abschmecken. Mit knusprigen Speckwürfeln servieren. Voilà! Angeboten um 7,90 Euro im 3-Hauben-Restaurant. Leider ist dieses Süppchen für ca. 400.000 Österreicher kein Lieblingsgericht, sondern bittere Realität.
Armut ist das Leben, mit dem die wenigsten tauschen wollen. Arme haben die schlechtesten Jobs, die geringsten Einkommen, die feuchtesten Wohnungen, gehen in die herunter gekommensten Schulen und warten fast überall am längsten. Armut heißt aber nicht nur wenig Geld, sondern bedeutet oft Schwierigkeiten, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Für Menschen in Armut ist es ein täglicher Drahtseilakt und erfordert viel Kreativität, um die Balance zu halten.
Hier ein paar Möglichkeiten, um diesen Spagat zu erleichtern:
- Einkaufen in Sozialmärkten und Umsonstläden: Hier gibt es vieles zu Kleinstpreisen oder umsonst für das tägliche Leben.
- Projekt „Hunger auf Kunst und Kultur“: informiert über Wege, Kultur kostengünstig oder gratis zu genießen. www.hungeraufkunstundkultur.at
- Beantragung von möglichen Beihilfen, wie z.B. für Wohnen und Heizen. Das ist keineswegs eine Bettlerei, sondern eine Aufbesserung der geringen Mittel.