„Fasten“ kann mehr oder etwas anderes bedeuten als „weniger essen“: Verzichten auf Fernsehen oder manche Leckerei und dann entdecken, dass Verzicht auch frei machen kann, weil man vieles bewusster erlebt.
40 Tage dauert die Fastenzeit, so lange wie Jesus in der Wüste war, um zu beten und zufasten. Wer im Kalender nachzählt, merkt, dass die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern ein paar Tage länger dauert – die Sonntage werden nicht mitgezählt, weil sie immer an die Auferstehung Jesu erinnern. Sie sind deshalb keine Fastentage. Die Zahl 40 ist die Zahl der Erwartung, der Vorbereitung, der Buße und des Fastens. Sie kommt in der Bibel oft vor.
Das Kreuz. Das zentrale Symbol der Fastenzeit ist das Kreuz, das Symbol des Heiles und der Erlösung. Das Kreuz kann in der Fastenzeit einen besonderen Platz in der Familie haben, indem man etwa gemeinsam einen Kreuzweg geht, in der Kirche oder draußen, vielleicht auch einen besonderen Kreuzweg in der Umgebung besucht. Man kann miteinander ein Kreuz bas-teln, aus Holz, Ton oder Naturmaterialien, die man bei einem Spaziergang sammelt.
Verzichten. „Fasten“ muss sich nicht auf das Essen beschränken. Manche verzichten in der Fastenzeit auf Fernsehen. Man könnte beijedem Einkauf bewusst auf ein Produkt verzichten. Das gesparte Geld bekommt einen besonderen Verwendungszweck – für Menschen, die wenig haben. Es könnten auch die Speisen einfacher sein und uns daran erinnern, dass es Menschen gibt, die hungern. Vollfasten schreibt die Kirche an zwei Tagen vor: am Aschermittwoch und am Karfreitag. An diesen Tagen soll eine Mahlzeit genügen. Befreit von dieser Vorschrift sind Kinder, Alte, Kranke, Schwangere und Menschen, die schwer arbeiten müssen.
- Buchtipp: Reinhard Abeln, Das große Hausbuch für die Fasten- und Osterzeit, Benno Verlag,Euro 15,40. Ein schönes Buch voller Anregungen und Geschichten (auch zum Schmunzeln) von Aschermittwoch bis Pfingsten.