Eine bunte Welt in kräftigen Farben. Ein solches Bild fanden Sie hier letzte Woche an dieser Stelle. Die Farben sind weg. Zum Beginn der Fastenzeit bringen wir ein Bild der Golgotha-Gruppe, die kommenden Sonntag von den Künstlern vor der Pfarrkirche Gaspoltshofen präsentiert wird.
Das Schwarz und Grau des Kohlenstoffs, auf den alles Organische letztendlich zurückfällt – zugleich aber Grundstoff des Lebens. So zeigen sich die drei Golgotha-Figuren des Künstlertrios Walter Holzinger, Hermann Gschaider und Meinrad Mayrhofer. Dürre, ausgezehrte Gestalten am Kreuz. Kein Fest des Lebens wird hier präsentiert. Und doch – Golgotha ist zu einem Wendepunkt zugunsten des Lebens geworden. Die planmäßige Ver-Nichtung – Jesus und die beiden weiteren Verurteilten am Kreuz – wird zum Sieg des Lebens. Die Passionsgruppe wird heuer – während der Landesausstellung – an der Westseite des „Doms vom Landl“ diese Botschaft wachhalten. Am Vorplatz, im Schnittpunkt von Kirchenplatz und Friedhof, werden sie stehen. Nach dem Gottesdienst am Sonntag, 21. Februar, 9.30 Uhr, werden die Künstler die Gruppe übergeben. Für Künstler stellt die Darstellung Christi bis heute eine Herausforderung dar, vor allem wegen der Konsequenz, die im Lebensweg Christi spürbar wird. Es ist nicht nur sein Sterben. Es ist auch die Botschaft, die in der „Bergpredigt“ ihre Zuspitzung erfährt. Es ist bemerkenswert, dass die Initiative für das Passions-Projekt keineswegs nur bei der Kirche lag. Die Vereine „Spielraum“, „Lebensraum“ und der Musikverein werden in Gaspoltshofen einen „Passions-Zyklus“ gestalten – und der Pfarrgemeinderat steht ebenfalls dazu. Nach der Eröffnung am 21. Februar wird am Samstag, 13. März, 19 Uhr der Schauspieler Franz Strasser die Bergpredigt Jesu vortragen. Am Ostermontag (19.30 Uhr) setzt der Musikverein bei einem Osterkonzert einen klangvollen Schlusspunkt.