Umzukehren ist manchmal die größere Herausforderung, als einen begonnenen Weg stur fortzusetzen. Oberösterreichs Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner hat das wiederholt erlebt.
Ein Ziel, und sei es noch so attraktiv, kann zur Falle werden, wenn man sich daran verbeißt. Die Verhältnisse zwingen manchmal, Pläne zu ändern. Was Gerlinde Kaltenbrunner beim Bergsteigen erlebt, trifft auch sonst im Leben zu: Die Orientierung auf materiellen Wohlstand drängt ebenso zur Umkehr wie die Ausbeutung der Erde. Man muss den Moment erkennen, an dem Umkehr noch möglich ist. Die Fastenzeit soll helfen, den eigenen Weg zu überprüfen – ob man noch auf dem Weg des Lebens ist, oder ob man bereits Gefahr läuft, sein und anderer Leben zu verspielen. Auch der Weg der Kirche bedarf der Umkehr, wie die derzeitigen Enthüllungen um Missbrauch zeigen.