Nach dem starken Erdbeben in Chile werden Hunderte Menschen unter den Trümmern vermisst
Ausgabe: 2010/09, Erdbeben, Chile, Trümmer, Conception, Don-Bosco-Schwestern, Caritas-Hilfe, Caritas, Santiago, Lebensmittelhilfe, Jugend Eine Welt
03.03.2010
Bei dem schweren Erdbeben der Stärke 8,8 vergangenes Wochenende in Chile sind mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen (Zahl der Todesopfer bei Redaktionsschluss). Hunderte Menschen werden noch unter den Trümmern vermisst. Das Epizentrum lag etwa 115 Kilometer nordöstlich der Großstadt Conception und 325 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Von der Katastrophe sind auch die „Jugend Eine Welt“-Partner in Chile, die Salesianer Don Boscos und die Don-Bosco-Schwestern, betroffen. Viele ihrer Einrichtungen sind zerstört. Trotzdem kümmern sich die Ordensleute um die Opfer. „Noch ist die Kommunikation schwierig, weil vielfach die Telefonleitungen unterbrochen sind und Internet nicht verfügbar ist“, sagt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von „Jugend Eine Welt“. „Wir wissen aber mittlerweile, dass keiner unserer Partner unter den Todesopfern ist. Sofort nach den ersten Bergungs- und Räumungsarbeiten wird „Jugend Eine Welt“ den Wiederaufbau unterstützen. Auch die internationale Caritas-Hilfe ist bereits angelaufen. Die örtliche Caritas verteilt zurzeit an mehreren Stützpunkten Lebensmittel in den schwerst betroffenen Küstenregionen Maule und Bio Bio, wie der Leiter der Caritas der Erzdiözese Santiago, Don Rodrigo Trupper, mitteilte. Die Lebensmittelhilfe sei derzeit besonders wichtig, weil die Versorgung örtlich zusammengebrochen sei.